Geranium

Was Geranium emotional trägt

Sie spricht den Teil in dir an, der irgendwann sein Herz zugemacht hat. Die Mama, die gelernt hat, sich zu schützen. Die nicht mehr weiß, wie sich weich sein anfühlt — ohne sich gleich verletzlich zu fühlen.

Verschlossenes Herz. Wenn du nach einer Enttäuschung — vielleicht schon vor langer Zeit — eine Mauer gebaut hast. Geranium weicht diese Mauer sanft auf. Ohne Druck. In deinem Tempo.

Mangelndes Vertrauen. In andere, in das Leben, in dich selbst. Wenn du innerlich immer schon mit dem nächsten Verlust rechnest. Geranium erinnert dich daran, dass du dich auch öffnen darfst.

Alte Wunden, besonders aus der Mutter-Linie. Das, was du selbst als Kind nicht bekommen hast — und was jetzt manchmal hochkommt, wenn dein eigenes Kind genau dort weint, wo du als Kind geweint hast. Geranium begleitet diese Reparatur.

Vergebung. Nicht im Sinne von „alles gut machen“. Sondern: den Schmerz nicht mehr jeden Tag mit dir tragen müssen.

Das Wieder-Lernen, sich selbst zu lieben. Mit allem. Mit den lauten Tagen. Mit den müden Augen. Mit den Schreimomenten, für die du dich danach schämst.

Gut zu wissen

Geranium ist nicht phototoxisch. In der Stillzeit unbedenklich. In der Schwangerschaft nur in Begleitung bzw. nach Rücksprache verwenden. Auf der Haut immer mit einem Trägeröl verdünnen.

Körperlich-emotionale Brücke

Geranium wirkt ausgleichend. Holt dich aus den Extremen — zu hart oder zu weich, zu viel oder zu wenig. Bringt dich in die Mitte. In dein Herz.

Sie wirkt im Rahmen von Selbstfürsorge auch hautpflegend und unterstützt das hormonelle Gleichgewicht.

Mini-Impuls für heute

1 Tropfen Geranium mit Trägeröl über dem Herzen. Beide Hände drauf. Drei Atemzüge. Sag dir innerlich: Ich darf mich wieder öffnen. In meinem Tempo.

Frag dich: Wo halte ich gerade etwas fest, was ich loslassen darf?

Reparatur ist Stärke. Auch — und gerade — die Reparatur mit dir selbst.

Vertiefende Übung — für den Teil, der das Herz zugemacht hat

Nimm dir 10 Minuten. Such dir einen Ort, an dem du weinen darfst. 1 Tropfen Geranium mit Trägeröl direkt übers Herz. Beide Hände drauf. Spür die Wärme. Drei tiefe Atemzüge.

Spür nach: Da ist ein Moment, in dem du gelernt hast, dich zu schützen. Vielleicht ein Streit. Vielleicht eine Enttäuschung. Vielleicht ein Satz, der dich klein gemacht hat. Vielleicht eine Liebe, die nicht zurückkam. Du musst dich nicht erinnern. Dein Körper weiß es.

Sag innerlich zu dem Teil, der die Mauer gebaut hat: Ich sehe, was du erlebt hast. Du hast die Mauer gebaut, um mich zu schützen. Danke.

Atme weiter. Hände bleiben übers Herz. Heute brauche ich die Mauer nicht mehr ganz so hoch. Heute darf ein kleiner Spalt rein.

Frag dich: Wo halte ich gerade etwas fest, was ich loslassen darf? Vielleicht ein Groll auf den Partner. Vielleicht eine alte Wunde von der Mama. Vielleicht das Urteil über dich selbst nach dem letzten Schreitag. Du musst nicht alles auf einmal loslassen. Ein Atemzug der Öffnung reicht heute.

Reparatur ist Stärke. Auch — und gerade — die Reparatur mit dir selbst.

Anwendung im Alltag

Morgens, vor dem Spiegel:
1 Tropfen Geranium mit Trägeröl übers Herz. Schau dich an. Ich darf mich heute mögen. Auch mit müden Augen.

Wenn dein Kind dich triggert — und du merkst: Da kommt was Altes hoch:
1 Tropfen in die Hände, vors Gesicht. Drei Atemzüge. Das ist nicht heute. Das ist von früher. Ich darf jetzt anders sein.

Nach einem Streit mit dem Partner:
1 Tropfen ins Schlüsselbein. Hand drauf. Ich darf mich wieder öffnen. In meinem Tempo.

Bei Themen aus der Mutter-Linie:
Geranium aus dem Roller an Handgelenk und Brustbein. Schnuppern. Du musst die Beziehung nicht heute reparieren. Du darfst nur dich selbst halten.

Im Diffuser bei Selbstfürsorge-Momenten:
3 Tropfen mit Wasser. Beim Journaling, beim Bad, beim ruhigen Tee. Öffnet sanft, ohne aufzubrechen.

Vor schwierigen Reparatur-Gesprächen (mit Kind, Partner, dir selbst):
1 Tropfen über dem Herzen. Beide Hände drauf. Reparatur ist Stärke.

Rund um den Zyklus oder in hormonellen Wechselphasen:
1–2 Tropfen mit Trägeröl auf den unteren Bauch oder die Innenseite der Handgelenke. Atme tief in den Bauch. In deinem Tempo.

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