Werde freundlicher mit dir
Wenn du mit dir härter sprichst als mit jedem anderen
Vielleicht kennst du Sätze in dir wie:
- „Stell dich nicht so an.“
- „Andere schaffen das doch auch.“
- „Du hättest ruhiger bleiben müssen.“
Von außen wirkst du stark, funktional, „alles im Griff“.
Innen drin:
- Schuldgefühle, wenn du laut wurdest
- das Gefühl, nie genug zu sein
- ein Nervensystem, das ständig versucht, es allen recht zu machen
Selbstmitgefühl klingt für viele im ersten Moment nach „weich, kitschig oder egoistisch“.
Aus Nervensystem-Perspektive ist es aber etwas ganz anderes:
👉 Selbstmitgefühl ist ein inneres Klima von Freundlichkeit, in dem dein System überhaupt erst anfangen kann, sich sicher zu fühlen.
Heute lade ich dich zu einer Herzatmung mit Duft ein, in der du übst:
- die Hand auf dein Herz zu legen
- zu atmen
- und mit dir zu sprechen, wie du mit einer Freundin sprechen würdest.

Inhaltsverzeichnis
Warum Selbstmitgefühl ein Nervensystem-Thema ist
Dein Nervensystem unterscheidet grob:
- Bedrohung / Angriff → Stressmodus, Kampf/Flucht, innerer Alarm
- Verbundenheit / Gesehen werden → mehr Ruhe, Kontaktfähigkeit, Regulation
Wenn dein innerer Dialog sehr hart ist („reiß dich zusammen“, „nicht so empfindlich“), erlebt dein System dich selbst als:
- jemanden, der Druck macht
- jemanden, der nicht auf deiner Seite ist
Selbstmitgefühl bedeutet nicht „alles durchgehen lassen“, sondern:
- anzuerkennen, dass etwas gerade schwierig ist
- dich nicht zusätzlich innerlich zu bekämpfen
- dir zu erlauben, Mensch zu sein, nicht Maschine
Nervensystem-technisch schenkst du dir damit eher ein Signal von:
„Ich bin nicht allein – ich bin mir wohlwollend zugewandt.“
Und genau diese Erfahrung ist regulierend.
Herzatmung mit Selbstmitgefühl & Duft


Was im Hintergrund passiert – warum Herzatmung & Selbstmitgefühl wirken
Hand aufs Herz: Körperkontakt als Sicherheits-Signal
Wenn du deine Hand auf dein Herz legst, passiert körperlich einiges:
- Druckrezeptoren in der Haut werden aktiviert
- Wärme- und Berührungsreize können beruhigend wirken
- dein System bekommt ein Signal von:
👉 „Ich bin gehalten.“
Gerade, wenn du selten wirkliche Berührung für dich bekommst, kann es kraftvoll sein, dir selbst diesen Kontakt zu schenken.
Herzraum & Atmung: Vagusnerv und Beruhigung
Der Bereich um Herz/Brustkorb ist eng verbunden mit:
- Atmung
- Herzschlag
- deinem Vagusnerv (wichtiger Nerv für Regulation und „Beruhigungssystem“)
Wenn du ruhig in diesen Bereich atmest und die Ausatmung etwas verlängerst, signalisierst du deinem Nervensystem:
- „Akute Gefahr vorbei.“
- „Ich darf etwas runterfahren.“
Die Herzatmung ist also weniger „esoterisch“, sondern sehr körperlich:
Du kombinierst Atem + Fokus + Berührung.
Selbstkritik vs. Selbstmitgefühl – unterschiedliche Nervensystem-Zustände
Innere Kritik („Du bist zu…“, „Du bist nicht genug.“) hält dein Nervensystem in:
- Verteidigungsbereitschaft
- Scham
- Anspannung
Selbstmitgefühl („Es ist schwer und ich bin trotzdem okay.“) lädt eher ein zu:
- Verbundenheit (mit dir und anderen)
- Weichheit
- mehr innerer Sicherheit
Du „wirst“ dadurch nicht passiv – im Gegenteil: Studien (und viele Erfahrungen) zeigen, dass Menschen mit mehr Selbstmitgefühl eher Verantwortung übernehmen, weil sie weniger Angst vor dem inneren Prügel haben.
Mit der Übung sagst du deinem System:
„Ich bin auf deiner Seite, auch wenn es gerade nicht schön ist.“
Duft + Herzatmung: neue Erfahrung abspeichern
Wenn du einen bestimmten Duft immer wieder mit Herzatmung & Selbstmitgefühl verknüpfst:
- kann dieser Duft später zu einem Trigger für mehr Freundlichkeit werden
- dein System erinnert sich: „Mit diesem Duft habe ich geatmet und war lieb zu mir.“
Öle aus meinem Nerven-Bundel wie Serenity, Adaptiv, Balance oder Copaiba können hier zu einem persönlichen Herz-Anker werden – wichtig ist, dass sich der Duft für dich stimmig anfühlt.
Ätherische Öle in der Herzatmung
Wenn du Öle verwendest:
- nutze hochwertige, naturreine Öle, die für die Anwendung geeignet sind
- verwende wenig – 1 Tropfen in der Hand reicht meist
- achte darauf, dass der Duft dich nicht überfordert (wenn doch: Hände weiter weg von der Nase, oder Öl auf die Fußsohlen auftragen. Dort wirken sie ebenfalls im Körper, aber du riechst es nicht.)
Öle können:
- emotionale Prozesse begleiten
- Momente markieren („Das ist mein Herzatmungs-Duft.“)
Sie ersetzen aber keine medizinische oder therapeutische Begleitung, wenn du mit tieferen Themen unterwegs bist.
Reflexionsimpuls
Du kannst dir nach der Übung oder abends ein paar Fragen stellen:
- Wie spreche ich normalerweise mit mir, wenn etwas „nicht gut genug“ war?
- Wie hat es sich angefühlt, mich heute bewusst freundlicher anzusprechen?
- Gab es einen Satz, der besonders „geklebt“ hat – positiv oder negativ?
- Was wäre, wenn ich die nächsten 7 Tage einen Selbstmitgefühl-Satz immer wiederholen würde?
Du musst nichts an dir „reparieren“.
Du beobachtest nur – und bietest dir neue Erfahrungen an.
Sanfter Hinweis zum Abschluss
🌿 Wenn du beim Lesen merkst: „Ich möchte ätherische Öle bewusster in unseren Alltag integrieren“ – dann begleite ich dich gerne.

Danke, dass du hier bist – und dir Zeit für dich nimmst! ✨
Fühle bewusst – lebe leicht.
Deine Corina – Oilbalance4You ♥️
Häufig gestellte Fragen
Was, wenn ich mich bei Selbstmitgefühl total blöd oder kitschig fühle?
Sehr normal.
Dein System kennt vermutlich eher:
– Kritik
– „Reiß dich zusammen“
– Funktionieren
Die neue Sprache fühlt sich am Anfang fremd an. Du kannst dir sagen:
„Es ist okay, dass sich das komisch anfühlt. Ich übe etwas Neues.“
Wenn dich ganze Sätze überfordern, starte klein:
„Ich darf fühlen, was ich fühle.“
„Es ist gerade viel.“
Ich fange bei der Übung an zu weinen – ist das ein schlechtes Zeichen?
Nein, im Gegenteil:
Es kann ein Zeichen sein, dass dein System endlich Raum bekommt, etwas zu fühlen, was du lange weggedrückt hast.
Wenn es zu viel wird:
– brich die Übung sanft ab
– atme ein paar Mal ruhig
– leg vielleicht beide Hände auf den Boden oder halte einen Gegenstand
Wenn du merkst, dass sehr viel alter Schmerz hochkommt, kann es sinnvoll sein, dir begleitende Unterstützung zu holen. Du darfst dich gerne bei mir melden, wenn du Unterstützung brauchst.
Ist Selbstmitgefühl nicht egoistisch? Ich habe doch Verantwortung für andere.
Selbstmitgefühl bedeutet nicht:
– alles hinschmeißen
– anderen Grenzen überschreiten
– nur noch auf dich zu schauen
Es bedeutet:
– anzuerkennen, dass du auch ein Mensch mit Grenzen und Bedürfnissen bist
– dich nicht permanent innerlich fertigzumachen
In der Praxis führt mehr Selbstmitgefühl oft dazu, dass:
– du klarer kommunizieren kannst
– du weniger explodierst
– du nachhaltiger für andere da sein kannst
Kann ich die Herzatmung auch mit meinem Kind machen?
Ja, in vereinfachter Form:
– Hand gemeinsam aufs Herz legen
– 3–5 Atemzüge nehmen
– einfache Sätze wie:
„Es war heute viel.“
„Wir haben unser Bestes gegeben.“
„Jetzt ruhen wir uns aus.“
Ich merke, wie hart ich innerlich mit mir rede – wie ändere ich das?
Nicht von heute auf morgen.
Aber:
– du kannst bemerkbar machen, wenn der innere Kritiker loslegt
– du kannst bewusst einen alternativen Satz anbieten,
z. B.:
statt „Du hast versagt.“ → „Das war schwer für mich.“
statt „Du bist zu emotional.“ → „Ich bin gerade sehr berührt, und das ist okay.“
Die Herzatmung hilft dir, diesen Shift nicht nur im Kopf, sondern im ganzen System zu verankern.
Wer ist Corinna Zola?
Corinna Zola ist Expertin für Emotionen, ätherische Öle und mehr Leichtigkeit im Familienalltag.
Als Aromaberaterin, Flümer Coach, Atemtrainerin und ursprünglich gelernte Erzieherin bringt sie nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch jede Menge Lebenserfahrung mit. Als Mama von zwei Jungs weiß sie genau, wie herausfordernd, aber auch wunderschön das Familienleben sein kann – und wie wichtig es ist, dabei auf die eigenen Emotionen zu achten.
Ihr Fokus liegt darauf, Frauen und Familien zu begleiten, emotionale Balance mit Hilfe der Flümer-Methode zu finden und mit ätherischen Ölen mehr Freude, Harmonie und Leichtigkeit in den Alltag zu bringen.



