Der Schritt bevor du explodierst oder dichtmachst
Wenn Wut entweder explodiert – oder ganz verschwindet
Wut kann sich sehr unterschiedlich zeigen:
- laut, explosiv, mit Worten, Türen, Tränen
- still, nach innen gerichtet, als Druck im Körper, als Rückzug
- wie ein inneres Brodeln, das keinen Platz findet
Gerade als Mama ist Wut oft doppelt belegt:
- Du hast echte Gründe, wütend zu sein (Überlastung, fehlende Unterstützung, Grenzen, die ständig überschritten werden).
- Gleichzeitig kommen Schuldgefühle dazu:
„Ich darf doch mein Kind nicht anschreien.“
„Ich will nicht so sein.“
Viele pendeln dann zwischen:
- Wut wegdrücken, sich zusammenreißen, schlucken
- irgendwann doch explodieren und sich danach schlecht fühlen
Heute geht es nicht darum, Wut „wegzuatmen“, sondern darum:
- kleine Schritte zu finden, wie du damit anders umgehen kannstübergehen, um „sicher“ zu bleiben.
- sie früher im Körper wahrzunehmen
- zu verstehen, dass Wut ein Nervensystem-Signal ist

Inhaltsverzeichnis
Warum Wut ein wichtiges Nervensystem-Signal ist
Wut ist nicht dein Feind.
Aus Sicht deines Nervensystems ist sie:
- ein Hinweis auf eine verletzte Grenze
- ein Versuch, wieder Handlungsfähigkeit herzustellen
- oft ein Zeichen von:
„Es ist zu viel, zu ungerecht, zu eng, zu laut, zu viel Verantwortung auf meinen Schultern.“
Dein System geht in den sogenannten Kampfmodus:
- mehr Spannung im Körper
- erhöhter Puls
- mehr Energie, um dich zu verteidigen oder für etwas einzustehen
Wenn Wut keinen Raum oder keine Worte bekommt, passiert häufig:
- sie bleibt im Körper als Spannung, Druck, Gereiztheit
- sie kippt in Erschöpfung, Rückzug oder Selbstkritik
Der Schlüssel ist nicht, Wut zu „vermeiden“, sondern:
Sie früh genug wahrzunehmen und zu verstehen, was sie dir sagen möchte.
Lass uns jetzt die heutige Übung anschauen.
Wut-Check-in im Körper – mit Duft als Anker



Was im Hintergrund passiert – Wut, Kampfmodus & Schutz
Wut ist ein Schutz, keine Charakterschwäche
Aus Nervensystem-Sicht gehört Wut zum sogenannten Kampfmodus:
- Dein System stellt Energie bereit, um dich zu schützen oder für etwas einzustehen.
- Wut sagt: „So, wie es gerade läuft, kann es nicht weitergehen.“
Wenn Wut nie Raum haben darf, kann das dazu führen, dass:
- du immer mehr inneren Druck aufbaust
- Wut sich in Selbstkritik oder Resignation verwandelt
- dein System irgendwann erschöpft zusammenklappt
Die Übung hilft dir, Wut als Signal zu sehen, nicht als „Fehler an dir“.
Warum es so schwer sein kann, Wut zuzulassen
Viele haben gelernt:
- „Wut ist gefährlich.“
- „Wut zerstört Beziehungen.“
- „Wer wütend ist, ist egoistisch oder „zu viel“.“
Wenn du so etwas erlebt oder mitbekommen hast, wird dein Nervensystem verständlicherweise vorsichtig:
- Es versucht, Wut zu vermeiden.
- Oder es speichert Wut ab als: „Wenn sie da ist, wird es gefährlich.“
Mit der Übung schenkst du deinem System eine neue Erfahrung:
„Ich darf Wut im Körper spüren und gleichzeitig sicher bleiben. Ich muss sie nicht unterdrücken und auch nicht ausagieren.“
Das ist ein Lernprozess, der Zeit braucht.
Duft + Wutwahrnehmung: Stabilität statt Überflutung
Ein erdender Duft (z. B. Balance, Copaiba) oder eine emotionale Mischung (z. B. Adaptiv) kann helfen, während des Spürens:
- das Gefühl von „Boden unter den Füßen“ zu stärken
- Stabilität & Halt zu geben
- dein System daran zu erinnern:
„Du bist jetzt hier, in diesem Raum, in diesem Moment.“
Du nutzt den Duft nicht, um die Wut zu „wegzudrücken“, sondern als Begleitung, damit du sie dir überhaupt anschauen kannst, ohne zu überfluten.
Du nutzt das bewusst für dich – sanft und alltagstauglich.
Ätherische Öle rund um das Thema Wut
Für Tag 13 können besonders hilfreich sein:
- Balance – wenn du das Gefühl hast, innerlich zu kippen und Boden brauchst
- Adaptiv – wenn du dich innerlich sehr angespannt, überreizt oder „festgehalten“ fühlst
- Copaiba – wenn du tiefer ins Spüren kommen möchtest, ohne dich zu verlieren
- später zum Runterfahren: z. B. eine Mischung wie Serenity oder ein anderer beruhigender Duft
Wichtige Hinweise:
Ätherische Öle sind Begleiter, keine Therapie-Ersatzform. Wenn Wut sehr groß ist oder mit alten Verletzungen verbunden, kann zusätzliche fachliche Unterstützung wichtig sein.
Nutze Öle immer sparsam und in guter Qualität.
Wenn dir während der Übung mit Duft schwindelig, übel oder unwohl wird:
- Hände weg von der Nase
- ein paar Atemzüge bei frischer Luft
- eventuell ganz ohne Öl weiterarbeiten
Reflexionsimpuls
Du kannst dir nach der Übung oder abends ein paar Fragen stellen:
- Wie habe ich Wut bisher bewertet – als „falsch“, „gefährlich“ oder „peinlich“?
- Wo in meinem Körper zeigt sich Wut am häufigsten?
- Welche Botschaft taucht immer wieder auf, wenn ich meine Wut ernst nehme? (z. B. „Es ist zu viel.“)
- Was wäre anders, wenn ich Wut als inneren Verbündeten für meine Grenzen betrachten würde?
Du musst nichts sofort ändern.
Allein, dass du anfängst hinzuschauen, ist ein großer Schritt.
Sanfter Hinweis zum Abschluss
🌿 Wenn du beim Lesen merkst: „Ich möchte ätherische Öle bewusster in unseren Alltag integrieren“ – dann begleite ich dich gerne.

Danke, dass du hier bist – und dir Zeit für dich nimmst! ✨
Fühle bewusst – lebe leicht.
Deine Corina – Oilbalance4You ♥️
Häufig gestellte Fragen
Was, wenn ich Wut nur explosiv kenne – hilft mir diese Übung überhaupt?
Ja, gerade dann.
Du kannst die Übung:
– im Nachgang machen, wenn du dich wieder beruhigt hast
– oder in ruhigen Momenten, um Situationen innerlich vorzubereiten
Je öfter du Wut im Körper in einem sicheren Rahmen wahrnimmst, desto eher gelingt es dir irgendwann, früher einzusteigen, bevor du explodierst.
Ich spüre beim Thema Wut sofort Schuld – was dann?
Schuldgefühle sind häufig die zweite Welle nach Wut:
„Ich hätte anders reagieren sollen.“
„Ich bin keine gute Mutter.“
Du kannst die Übungen von Tag 11 (Herzatmung & Selbstmitgefühl) mit Tag 13 kombinieren:
– erst Wut im Körper spüren
– dann Hand aufs Herz, Atem und ein Satz wie:
„Es war gerade viel. Ich übe noch. Ich bin trotzdem wertvoll.“
Wut und Selbstmitgefühl dürfen zusammen existieren.
Was, wenn ich Wut gar nicht spüre, sondern nur Erschöpfung oder Traurigkeit?
Es kann sein, dass Wut früher einmal gefährlich war und dein System sie deshalb „nach hinten sortiert“ hat.
Dann zeigt sich oft eher:
– Traurigkeit
– Erschöpfung
– Ohnmacht
Auch das sind wichtige Signale.
Du kannst trotzdem sanft fragen:
„Gibt es in mir einen Teil, der wütend ist, weil ich so müde bin?“
„Gibt es einen Teil, der sagt: Das ist zu viel?“
Wenn Wut erstmal nicht direkt kommt, zwing sie nicht. Dein Nervensystem hat gute Gründe. Du darfst dir Zeit lassen.
Wie gehe ich mit Wut um, wenn Kinder dabei sind?
Die Übung ist eher für dich gedacht – zur Vorbereitung und Nachbereitung.
Im Alltag kannst du zum Beispiel:
– kurz einen inneren Stopp machen (wie an Tag 4: Pause-Taste)
– 1–2 Atemzüge nehmen
– benennen, ohne zu verletzen, z. B.:
„Ich bin gerade sehr wütend. Ich brauche einen Moment, bevor ich weiter spreche.“
Später, wenn alle ruhiger sind, kannst du in Ruhe hinschauen:
Was brauchte ich? Welche Grenze war betroffen? Was kann ich beim nächsten Mal früher tun?
Wer ist Corinna Zola?
Corinna Zola ist Expertin für Emotionen, ätherische Öle und mehr Leichtigkeit im Familienalltag.
Als Aromaberaterin, Flümer Coach, Atemtrainerin und ursprünglich gelernte Erzieherin bringt sie nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch jede Menge Lebenserfahrung mit. Als Mama von zwei Jungs weiß sie genau, wie herausfordernd, aber auch wunderschön das Familienleben sein kann – und wie wichtig es ist, dabei auf die eigenen Emotionen zu achten.
Ihr Fokus liegt darauf, Frauen und Familien zu begleiten, emotionale Balance mit Hilfe der Flümer-Methode zu finden und mit ätherischen Ölen mehr Freude, Harmonie und Leichtigkeit in den Alltag zu bringen.



